Die Stadt literarisch durchleuchten:

Julia Kulewatz ist die neue Neu-Ulmer Stadtschreiberin

Die Stadt Neu-Ulm hat eine neue Stadtschreiberein: Julia Kulewatz wird vom 1. Mai bis zum 31. Juli 2022 in der Donaustadt wohnen und drei Monate lang einen unvoreingenommenen Blick auf das Leben, die Menschen und die Kultur in Neu-Ulm werfen. Am Ende soll ein Werk über die Stadt und ihre Menschen entstehen.

Zum Stadtjubiläum im Jahr 2019 gab es in Neu-Ulm erstmals eine Stadtschreiberstelle. Constance Hotz begleitete die Stadt durch ihr besonderes Festjahr und schrieb anschließend das Buch „Neu-Ulm liegt am Meer“. Die Autorin Julia Kulewatz folgt ihr im kommenden Jahr nun nach und taucht als zweite Neu-Ulmer Stadtschreiberin ein in das Leben, die Kunst und die Kultur der Stadt.

Die Stadtschreiberstelle war begehrt: Auf die städtische Ausschreibung hatten sich 27 Bewerberinnen und Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeldet. Am Ende hat sich die unabhängige Jury für Julia Kulewatz entschieden. „Julia Kulewatz überrascht in ihren Texten durch eine kraftvolle, starke Metaphorik. Sowohl ihre Prosatexte als auch ihre Lyrik sind intensiv, leidenschaftlich und bildstark“, so die Jury über die neue Stadtschreiberin.

Julia Kulewatz wird für die Dauer des Stipendiums von Mai bis Juli 2022 in Neu-Ulm leben und integraler Bestandteil des Kultur- und Stadtlebens sein. Ihre gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke werden zum Einen laufend in einem Blog festgehalten. Zum Anderen soll in Lyrik, Prosa oder hybriden Formen ein Text entstehen, der später auch in Buchform vorliegen soll. Das Buch soll im Frühjahr 2023 im Axel Dielmann Verlag (Frankfurt am Main) erscheinen.

Möglich macht die zweite Neu-Ulmer Stadtschreiberstelle die großzügige Spende des Neu-Ulmer Unternehmers Prof. Gerhard Mayer. Er unterstützt das Projekt mit 10.000 Euro. Weitere 2.000 Euro spendet er für das Neu-Ulmer Kulturprojekt „Literatur unter Bäumen“.

Über Julia Kulewatz

Kulewatz lebt und arbeitet als Dozentin für kreatives Schreiben in Erfurt und hat Literaturwissenschaft, Philosophie, Modezeichnen und Choreographie in Erfurt und Seoul studiert und hier auch für das Goethe-Institut gearbeitet.

Ihr literarisches Debüt gab sie im Jahr 2017 mit dem Kurzgeschichtenband „Vom lustvollen Seufzer des Sudankäfers“.

Beiträge von Julia Kulewatz

#StadtWeiterDenken

16.12.2021

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