Ausstellung „Heimatvertriebene, Flüchtlinge, Spätaussiedler – angekommen in Neu-Ulm"

31.08. – 22.09.2019

Schwarz-Weiß-Foto: Menschen beim Verlassen eines Hauses mit einem Karren voller Koffer vor dem Haus

Berlin Nachkriegszeit, Flüchtlinge, 1945 (Foto: Bildarchiv Pisarek akg-images)


Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Tausende Heimatvertriebene und Flüchtlinge in die Stadt Neu-Ulm. Nach 1989 auch viele Spätaussiedler. Die Geschichte dieser Menschen, deren Herkunft und ihren Weg in die neue Heimat dokumentiert die Ausstellung „Heimatvertriebene, Flüchtlinge, Spätaussiedler – angekommen in Neu-Ulm“ im Pfuhler Museumsstadel.

Weit mehr als 12.000 vertriebene und geflüchtete Menschen kamen in den Jahren 1946 bis 1960 nach Neu-Ulm. Unter kamen sie vor allem in der Innenstadt, Ludwigsfeld, Offenhausen, Burlafingen, Schwaighofen, Gerlenhofen, Holzschwang und Pfuhl. Im Schnitt nahmen die Heimatlosen in Neu-Ulm und den damals noch eigenständigen Stadtteilen bis zu 34 Prozent der Gesamtbevölkerung ein. Aus welchen Ländern und Regionen diese Menschen kamen, wohin es sie gezwungenermaßen verschlagen hat – das alles und vieles mehr beleuchtet das Jubiläums-Bürgerprojekt „Heimatvertriebene, Flüchtlinge, Spätaussiedler – angekommen in Neu-Ulm“. Beispielhafte Lebensläufe zeigen darüber hinaus die Wege der Flüchtlinge bis in die Stadt Neu-Ulm, deren Ankunft und weiteres Leben in der neuen Heimat.

Ein Bürgerprojekt von Erwin Franz, Richard Mergl und Peter Adolf Freitag.

Veranstaltungsort:
Museumsstadel im Heimatmuseum Pfuhl, Hauptstraße 73, 89233 Neu-Ulm/Pfuhl

Dauer der Ausstellung:
1. bis 22. September
zu den Öffnungszeiten des Museumsstadels: samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr
An allen Tagen wird es einen Kaffeeausschank geben. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Ausstellungseröffnung: Samstag, 31. August 2019
18.00 Uhr:  Ökumenischer Gottesdienst in der Kath. Kirche Heilig Kreuz, Platzgasse, Pfuhl
19.30 Uhr: Eröffnung im Museumsstadel Pfuhl:
Grußwort von Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, Vortrag „Warum wir hier sind? – Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler in Stadt und Landkreis Neu-Ulm"
Dr. Ortfried Kotzian, ehem. Leiter des „Haus des Deutschen Ostens“ und Vorstandsvorsitzender der Sudetendeutschen Stiftung in München
 

Weitere Termine im Rahmen des Bürgerprojektes:

Sonntag, 1. September:
14 Uhr:  Führung durch die Ausstellung
15 Uhr:  Diavortrag Peter Freitag: „Das Altvatergebirge – 700 Jahre deutsche Geschichte bis 1945/1946. Eine faszinierende und geschichtsträchtige Kulturlandschaft von gestern und heute“.

Samstag, 7. September:
14 Uhr:  Führung durch die Ausstellung
15 Uhr:  Vortrag Christian Knauer: „Das Schicksal der Deutschen in Böhmen nach dem Zerfall der Monarchie“.

Sonntag, 8. September:
14 Uhr:  Führung durch die Ausstellung
15 Uhr:  Vortrag Richard Mergl: „Von der Batschka nach Bayern. Bericht über die Odyssee einer donauschwäbischen Familie von 1944 bis 1947“.

Samstag, 14. September:
14 Uhr:  Führung durch die Ausstellung
15 Uhr:  Egerländer Nachmittag mit Egerländer Bauernmusik vom Duo „Bojaz“. Vorträge: „Über die Egerländer“ (Heidi Heise), „Das Egerland in Bildern“ (Herbert Dörfler), „Fröhliche Feste und urige Bräuche“ (Willi Rösler).

Sonntag, 15. September:
14 Uhr:  Führung durch die Ausstellung
15 Uhr:  Vortrag Otto Buchmüller und Alfred Bartolf (Mitglieder der Arbeitsgruppe zur Ausstellung): „Spätaussiedler. Ausreise und gefährliche, abenteuerliche Flucht aus Rumänien“.

Samstag, 21. September:
14 Uhr:  Führung durch die Ausstellung
15 Uhr:  Vortrag Karin Weisgräber (Mitglied der Arbeitsgruppe zur Ausstellung): „Flucht aus Danzig und verschlungene Lebenswege“

19 Uhr:  Heimatabend mit Musik und Tanz in der Mehrzweckhalle in Gerlenhofen. Mit dabei sind unter anderem die Stammtischmusikanten, die Langenauer Landfrauen, die Donauschwäbische Tanz- und Trachtengruppe sowie Hildegard mit der Gitarre. Eintritt: 10 Euro. Anmeldungen sind bei Kathi Rabus unter Telefon (0731) 41570 möglich.

Sonntag, 22. September:
14 Uhr:  Führung durch die Ausstellung
15 Uhr:  Vortrag Erwin Franz (Projektleiter der Ausstellung): „Der Böhmerwald. Die Besiedlung, das Leben der Menschen, Brauchtum, Flucht und Vertreibung am bewegten Leben der Familie Franz.“