Aufbruch im Herzen der Stadt:

Neubau am Heiner-Metzger-Platz

Statement, Signal, Visitenkarte: An klangvollen Attributen wurde nicht gespart, als der Siegerentwurf zum Neubau des ehemaligen sogenannten LEW-Gebäudes zwischen Heiner-Metzger-Platz und Maximilianstraße in einem Architekturwettbewerb gekürt und vorgestellt wurde. 

Und das nicht nur, weil das geplante neue Gebäude das Stadtbild an zentraler Stelle um einen modernen „Hingucker" von hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität bereichern wird. Oder weil es mit seinem innovativen Mix aus Betonsockel und Holzhybridbauweise Maßstäbe setzt. Sondern vor allem, weil im Entwurf jede Menge Ideen stecken, die die Stadt wirklich neu- und weiterdenken.
 

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Geplant ist ein siebengeschossiges Gebäude mit 11.000 Quadratmetern Nutzfläche
  • Rund 4.000 Quadratmeter sind für 56 Wohnungen der unterschiedlichsten Größen reserviert. Diese befinden sich in den oberen drei Stockwerken und auf dem Dach. 
  • Die Stadtbücherei erhält rund 1.800 Quadratmeter, verteilt auf zwei Stockwerke
  • Die weiteren Flächen stehen für eine gastronomische Nutzung, für vielseitige Büroräume und den Generationentreff Ulm/Neu-Ulm zur Verfügung.

Letzte Begehung vor den Abbrucharbeiten

Nachdem die Stadtbücherei im Sommer ausgezogen ist, steht das LEW-Gebäude am Heiner-Metzger-Platz inzwischen leer. Noch im Oktober startet der Abbruch des Gebäudes. Bis spätestens Mitte Dezember wird nichts mehr von dem 1958 errichten Bauwerk zu sehen sein.

Vor dem Abriss haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie Pressefotografen nochmals im leergeräumten Haus umgesehen und sind auf Spurensuche gegangen.

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Ein "lost place" mitten in Neu-Ulm: Das leergeräumte LEW-Gebäude am Heiner-Metzger-Platz wirkt wie ein vergessener Ort. (Fotos: Stadt Neu-Ulm)

 

Neubau am Heiner-Metzger-Platz wird „Heiners“ heißen

Jetzt steht fest, wie das neue Gebäude im Herzen der Stadt heißen soll. Die Bürgerinnen und Bürger hatten sich bei einer öffentlichen Abstimmung mehrheitlich für „Heiners“ ausgesprochen.

Vom 17. Juli bis zum 8. August 2021 konnten sich die Neu-Ulmerinnen und Neu-Ulmer an der Namensfindung für das neue Gebäude beteiligen. Eine Abstimmung war sowohl online als auch via Abstimmungskarten möglich. Zur Auswahl standen 4 Namen:

  • Heiners
  • maXx
  • nu:maxx
  • STADT.BAU.WERK

Wie kam es zu den Namensvorschlägen? Die Vorschläge hat eine regionale Kommunikationsagentur erarbeitet und mit der städtischen Entwicklungsgesellschaft sowie der Arbeitsgruppe Marketing abgestimmt. Die Anforderung: Der künftige Name soll eine örtliche Orientierungshilfe bieten und identitätsstiftend wirken. Die Namensvorschläge Heiners, maXx oder nu:maxx bezogen sich auf die Lage des neuen Gebäudes zwischen dem Heiner-Metzger-Platz und der Maximilianstraße in Neu-Ulm. Der Namensvorschlag STADT.BAU.WERK zielte auf die Architektur des Gebäudes ab. Ein prägnantes Bauwerk im Zentrum der Stadt, welches einen hohen Wiedererkennungseffekt haben wird.

An der Abstimmung haben sich insgesamt 528 Bürgerinnen und Bürger beteiligt, 521 Abstimmungsvermerke waren schlussendlich gültig.

Die Stimmen für die einzelnen Namensvorschläge:

  • maXx: 88
  • nu:maxx: 97
  • STADT.BAU.WERK: 146
  • Heiners: 190

Auf den Namen „Heiners“ entfielen somit die meisten Stimmen.

Informationen zur Konzeption des neuen Gebäudes

Prägend bei der Konzeption des neuen Gebäudes waren einerseits die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Unterbringung verschiedener öffentlicher Einrichtungen, genauer gesagt: der Stadtbücherei und eines Generationentreffs. Andererseits sicherlich der Wunsch, die lokale Wirtschaft zu fördern. Doch im Zentrum stand von Beginn an die Idee, ein lebendiges Haus des Miteinanders zu schaffen. Einen Treffpunkt, der ältere und neue Stadtareale miteinander verbindet und gleichzeitig in seinem Innern Grenzen aufhebt.

So sind Kooperationen zwischen Stadtbücherei und Generationentreff bereits fest geplant, die Gastronomie mit Lesecafé im Innen- und Außenbereich verbindet Genuss mit Literatur und ist eine Einladung an Stadtflaneure, Büchereibesucher und Bewohner gleichermaßen. Ein Veranstaltungssaal wird das kulturelle Leben der Stadt bereichern.

Das innovative Innenleben findet seine Entsprechung in ähnlich progressiven baulichen und gestalterischen Maßnahmen: Die ersten drei Stockwerke liegen hinter einer verglasten Fassade, eine „grüne Fuge", ein bepflanztes Band gliedert öffentliche Nutzung und Wohnbereich, der hinter einer Holzfassade fortgeführt wird. Selbst das Dach wird nicht ungenutzt bleiben, sondern Urban Gardening ermöglichen. 

Im Ergebnis also ein Gebäude, das mit seiner Vielfalt wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Innenstadt geben, die angrenzenden Stadtquartiere beleben und über die Stadtgrenzen hinaus strahlen wird. 

Doch wie immer muss zunächst das Alte weichen, bevor Neues entstehen kann. Der Abriss des alten LEW Areals ist für die zweite Jahreshälfte 2021 geplant.

  • Geplanter Baubeginn 2022
  • Fertigstellung Mitte 2025
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